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Denken, was ich glauben kann, glauben, was ich denken will


Träger: Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.


Abschlussbericht:
Der zentrale Mittelpunkt des Projektes war die Ausstellung "Weltethos" von Hans Küng. Anhand der von dieser Stiftung erarbeiteten Ausstellungsbegleitung (Informationsbroschüre und Arbeitsordner für Lehrer) kam es zu einer über 6 Wochen laufenden Ausstellung vom Oktober bis Dezember 2008 im Sassnitzer ewerk. Im Rahmen der Ausstellung wurden insgesamt fünf Veranstaltungen durchgeführt. Dabei ging es bei zwei Veranstaltungen um die Vorstellung von Religionen und bei einer Filmvorführung um den christlichen Fundamentalismus in Europa. Ein zweiter Film beschäftigte sich mit den unterschiedlichen Strömungen, in denen Christen stehen können. Das Jüdische Theater "Mechaje" war mit einem Bühnenauftritt zur jüdischen Kultur im Ewerk. Auf dem LAP Tag gab es eine Präsentation der Ausstellung und deren Inhalte. Die Pommersche Evangelische Kirche hat ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit Sassnitzer Schulen und Einrichtungen anhand der Ausstellung zugesagt. Die Besucher der Ausstellung fragten immer wieder nach den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Religionen nach, griffen die Inhalte der Ausstellung auf und zeigten sich an einem Kontakt mit religiösen Menschen interessiert. Besonders der Wunsch nach asiatischen Religionen und dem Judentum waren Themen. Natürlich spielte auch die aktuelle Thematik um den Islam eine ständige Rolle. Bei den Veranstaltungen bestand immer das Angebot, Nachfragen zu stellen, Meinungen zu äußern und Vorschläge für eine Vertiefung der Thematik zu machen. Die Inhalte der Religionen wurden von Jugendlichen kaum nachgefragt. Andere Besucher der Ausstellung erkannten den gemeinsamen Nenner der Religionen und fragten dies konkret in den Diskussionsveranstaltungen nach. Besondere Verwunderung entstand bei den in der Ausstellung herausgearbeiteten Wurzeln des Islams, des Juden- und des Christentums.

FAZIT
An allen Veranstaltungen zusammen haben sich ca. 400 Sassnitzer die Ausstellung Weltethos angesehen und an den Filmen und Gesprächen teilgenommen. Die Teilnehmerzahl wurde von dem Träger zu hoch angesetzt.

Es ist schwer nachzuvollziehen, ob die Schulen, Vereine und Einrichtungen der Kinder - und Jugendarbeit die Ausstellung besuchten und die Themen in weiterführenden Projekten aufgriffen. Es hat Besuche von drei Gruppen aus Schulen gegeben. Ob dies eine Auswirkung auf entstandene Projekte hat, kann nicht beurteilt werden. Es hat zur besseren Zusammenarbeit der Schulen mit dem Träger beigetragen. Das ist vielleicht durch den Besuch der Ausstellung, aber nicht unbedingt durch die Inhalte erfolgt.

Es war schwierig, an Vertreter der Religionsgemeinschaften zu kommen und mit ihnen die geplanten Veranstaltungen durchzuführen. Selbst nach mehrfachen Absprachen vielen zwei geplante Termine aus. Die Filmveranstaltungen und die daraus entstandene Diskussion als Arbeitshilfe zu verfassen, bot sich nicht an. Die anderen zwei Veranstaltungen waren interessant und sollen in 2009 weitergeführt werden, eigneten sich aber auch nicht zur Aufarbeitung. Die Arbeitsbroschüre zum Weltethos ist hierfür besser.

Insgesamt muss man sagen, dass das Anliegen eine breite Bevölkerungsschicht zu Erreichen trotz der Teilnehmerzahlen nicht umgesetzt wurde. Durch den Verbleib der Ausstellung Weltethos in Sassnitz werden wir in 2009 die Ausstellung und die Informationsmaterialien in den Schulen zeigen und ein Rahmenprogramm anbieten. Auch sollen die Themenabende zu den einzelnen Religionen aufgegriffen und in 2009 weitergeführt werden.