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Gruppenleiterausbildung für Demokratie und Toleranz


Träger: Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V. Jugendprojekt ewerk Sassnitz


Abschlussbericht:
Da die Gruppenleiterschulung in ihrer inhaltlichen Ausrichtung bestimmt ist, gab es keine großen Möglichkeiten, Veränderungen vorzunehmen. Mit den Teilnehmern wurden die organisatorischen Rahmenbedingungen abgestimmt. Desweiteren hatten sie stets die Möglichkeit, sich aktiv einzubinden und inhaltliche Erweiterungen einzufordern, was auch rege genutzt wurde. Zum Abschluss des Kurses gab es eine Feedbackrunde. Die geäußerten Meinungen waren überwiegend positiv. Vereinzelt gab es auch kritische Anmerkungen, welche sich meist auf die dargebotenen Spiele bezogen.

An zwei Wochenendterminen fand in den Räumlichkeiten des ewerk`s die Ausbildung zum Gruppenleiter statt. Die Ausbildungsinhalte im ersten Teil sahen wie folgt aus: Führungsprinzipien, Extremmodelle Kommunikativer Beziehungen, Führungsstile, Rollen in Gruppen (Aufgabenrolle, Aufbau- und Erhaltungsrolle, Negative/ Widerstandsrolle, Rangordnung in Gruppen, Kommunikationsstrukturen in Gruppen und Entwicklungspsychologie. Die Theorie wurde, wenn möglich, jeweils mit praktischen Übungen belegt und geübt. Eine größere Übung galt allen Teilnehmern des Seminars. In zwei Gruppen aufgeteilt, musste die eine Kommunikationssignale aussenden und die anderen durch genaue Beobachtung diese Signale deuten und umsetzen. Ziel dieser Einheit war das Finden einer gemeinsamen Kommunikationsebene und das Beweisen des Respekts untereinander, was sich selbst in einer Übung als schwierig herausstellt. Die rechtlichen Grundlagen für einen Gruppenleiter wurden an dem zweiten Wochenende vermittelt. Insbesondere ging es um die Aufsichtpflicht, Geschäftsfähigkeit, Deliktfähigkeit, Datenschutz und Versicherungsfragen, was sich für alle Teilnehmer als sehr interessant und ausbauenswert herausstellte. Der Referent war ein Rechtsanwalt aus Rostock, der sehr viele Erfahrungen mit einfließen lassen konnte und so einen zwar kurzweiligen aber lehrreichen Diskurs durchführte.

FAZIT:
Im Begleitausschuss wurden die Rahmenbedingungen festgesetzt, um die Ziele des LAP verwirklichen zu können. Dies stellt eine solide Arbeitsgrundlage dar. Die Einbindung der Genannten Gruppen und Vereine kam in dem Erwerb potenzieller Teilnehmer zum Tragen, da wir aus den aktiven Institutionen (Schule, Stadtverwaltung, Sportvereine) Teilnehmer für die Gruppenleiterausbildung erreichen konnten.

Die Einbindung in die Vereinsarbeit erfolgte bisher nicht in dem Maße wie gedacht. Die Stadt Sassnitz mit der von ihr initiierten Ferienfreizeit und das ewerk banden viele Teilnehmer in ihre Arbeit mit ein. Anfragen seitens anderer Vereine gab es unseres Wissens nicht. Es müsste eine Basis gefunden werden, damit die Vereine ihren Bedarf anmelden und absprechen können. Des Weiteren werden erst in der Saison viele Aktivitäten, wie internationale Begegnungen, stattfinden.

Insgesamt haben alle Teilnehmer den Kurs vollständig belegt und erhalten die Jugendleitercard. Sie waren und werden auch in Zukunft an den Freizeitaktivitäten der Stadt interessiert bzw. beteiligt sein. Sie sind jetzt in der Lage, ihre Freizeitarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit pädagogisch fundiertem Wissen zu gestalten. Die Integration in andere Vereine wird auch weiterhin verfolgt.