Regionales Informationszentrum und Druckwerk im Mehrgenerationenhaus Sassnitz
Träger: Grundtvighaus e.V.
Abschlussbericht:
Nach anfänglicher allgemeiner Skepsis konnten durch kontinuierliche persönliche
Gespräche und Darlegung des Projektinhaltes eine erhebliche Anzahl von engagierten
Beteiligten gewonnen werden. Erfreulicherweise sind dies Personen, welche bisher im
offiziellen Stadtgeschehen weniger in Erscheinung getreten sind. Dadurch wurde die
analytische Arbeit zur Erfüllung des Projektinhaltes wesentlich unterstützt und
durch "Randinformationen" deutlich bereichert. Als Form zum Erreichen der Zielgruppen
wurden entsprechende Fragebögen erarbeitet
und verteilt. Missverständnisse zu den Fragen konnten durch eine Vielzahl von
Gesprächen ausgeräumt werden. Leider war damit die personelle Besetzung für das Projekt
oftmals ausgeschöpft und Termine mussten nach hinten korrigiert werden.
Der gegenwärtige Stand der Vereinsstruktur, sozialer Einrichtungen und Bürgerinitiativen
wurde umfangreich analysiert. Zur Auflistung der Kontakte wurde das Vereinsregister von
Sassnitz studiert.
An alle bekannten Adressen wurde ein erarbeiteter Fragebogen geschickt. Die
jeweiligen Verantwortlichen wurden für persönliche Gespräche aufgesucht. Schwerpunktlisten
wurden nach Sachgebieten der recherchierten Informationen erstellt.
Ein improvisiertes Infozentrum wurde im Grundtvighaus eingerichtet. Die dortige
Kontaktperson diente als Anlaufstelle und tätigte vielfältige Anrufe zur Umsetzung des
Projektes.
Die Durchführung von vielen Gespräche führte zu einer wachsenden Aufgeschlossenheit der
Bürger gegenüber des Projektes. Ein Layoutkonzept, einschließlich Namensfindung
und Titelgestaltung, wurde mit einer Grafikerin erarbeitet.
Desweiteren konnte die erste Auflage der Sassnitzer Bürgerzeitung "SASforum" gedruckt
und an alle Haushalte mit einem beiliegenden Coupon zur Meinungsumfrage verteilt werden.
Die räumliche, technische und kommunikative Ausstattung des Bürgerservice sowie die
personelle Besetzung konnten sichergestellt werden.
FAZIT:
Die Zuarbeit von den einbezogenen Kooperationspartnern verlief sehr schleppend. Die
ursprünglich geplante personelle Besetzung von 4 Mitarbeitern wurde nicht erreicht, es
standen lediglich 2 zur Verfügung. Die Verhandlung mit der ARGE Rügen zur Bereitstellung
von Hilfskräften war
erfolglos. Trotzdem wurde die umfangreiche "Kleinarbeit" bewältigt, und es besteht ein guter
Fundus von Informationen über soziale und kulturelle Aktivitäten in der Stadt und auf
Kreisebene. Es wurden die beteiligten Akteure persönlich angesprochen und zur Zuarbeit motiviert.
Die qualitätsgerechte Umsetzung wurde durch eine Grafikerin, eine Journalistin und
einen Designer gesichert.
Die Meinungsumfrage und die Besucherfrequenz weisen eine gute Annahme des Projektes
durch die Einwohner nach.
Der Terminplan war aus fehlender Erfahrung zu eng veranschlagt, sodass ein Verzug
von etwa drei Monaten eingetreten ist. Außerdem mangelte es an Personal. Die
Wirksamkeit der Messmethode für Zuspruch oder Ablehnung der Zeitung muss getestet
werden. Die Bequemlichkeit der Einwohner ist dabei zu berücksichtigen. Eine rein
quantitative Bewertung von Rückmeldungen könnte zu Fehlschlüssen und einer
resignativen Entscheidung führen. Es muss eine geeignete Methode gefunden werden
Insgesamt hat die direkte Kontaktaufnahme zu latenten Mitstreitern wesentlich zum Gelingen des
Projektes beigetragen. In persönlichen zeitaufwendigen Gesprächen konnten viele
Randinformationen eingeholt werden, welche für weitere Aktivitäten wertvoll sind.
Erfreulich und beeindruckend war die Bereitschaft von Einzelpersonen, die dieses Projekt
als sehr nützlich bewerten. Spannend wird die noch ausstehende Bewertung durch die
Einwohner.
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