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Das Mehrgenerationenhaus Sassnitz begeht den Tag des Ehrenamtes


Träger: Grundtvighaus e.V.


Abschlussbericht:
Ziel war es, die ehrenamtlich Tätigen in den Mittelpunkt eines würdigenden Tages zu rücken. Bei dem Prozess der Vorbereitung der Veranstaltung spielten auch andere Gruppierungen eine starke Rolle, die für die Fortführung des Ehrungsgedankens entscheidende Impulse gegeben haben. In den Ausschüssen der Stadtvertretung setzten sich Politiker mehrfach mit dem Thema Ehrenamt in der Stadt und dessen Würdigung auseinander, weil es einfach vielfältige Auffassungen dazu gibt, welche Art und Weise von Ehrenamt wichtig für die Gemeinschaft ist und was "nur" dem Zweck der eigenen Gewissensberuhigung oder Hobby des Einzelnen dient. In den Vereinen wurde heftig diskutiert, ob ehrenamtliches Engagement nicht dazu führt, dass sich öffentliche Einrichtungen aus der Daseinsvorsorge zurückziehen. Die ursprüngliche Zielgruppe, die Multiplikatoren, haben also einen Prozess der Meinungsfindung in Gang gesetzt, der zu einer gewissen öffentlichen Ausstrahlung gesorgt hat.

Die Vereine waren aufgerufen, verdienstvolle Bürger vorzuschlagen. Die Auswahlverfahren der einzelnen Vereine erfolgten jeweils intern und nicht ohne Diskrepanzen und Konflikte. Die Vorschlagenden sollten Laudationes für ihre Vorgeschlagenen verfassen und vortragen. Bei der Ausführung war vorgesehen, dass zuerst eine gesangliche Umrahmung durch "vocal total", eine eigen initiierte Chorgemeinschaft mit sehr hohem Niveau stattfinden sollte und anschließend eine festliche Bewirtung, erstellt durch Ehrenamtliche des Mehrgenerationenhauses, durchgeführt werden sollte. Geladen waren je ein Vertreter der Vorschlagenden und der Vorgeschlagene selbst, die Öffentlichkeit sollte durch die Organisatoren selbst geleistet werden. Im Ergebnis wurden Vorschläge eingereicht und begründet. Die Laudationes waren überwiegend nicht geeignet, als würdige Beiträge vorgetragen zu werden. Deshalb hat der Fachausschuss befunden, Ehrungstexte durch den Vorsitzenden des Ausschusses und den Bürgermeister zu verfassen und vortragen zu lassen. Für die kulturelle Umrahmung musste aus Termingründen ein Ersatz organisiert werden (ein E-Pianist/Entertainer). Die zu ehrenden Bürger wurden vor den Anwesenden einzeln, durch Verlesen der vorbereiteten Texte durch den Bürgermeister und den Vorsitzenden des Ausschusses gewürdigt. Es wurden zu Ehrenden handsignierte Bände eines Sassnitzer Autors der Stadtgeschichte ausgereicht. Die festliche Bewirtung erfolgte reibungslos und kann als gelungen eingestuft werden . Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgte, wie vorgesehen, vor und nach der Veranstaltung, durch Interviews und selbst vorbereiteten Beitrag.

FAZIT:
Im Nachgang der Veranstaltung wurde von den Geehrten aber auch von den Vereinsvorständen bestätigt, dass dies der richtige Weg ist,den wir weiter begehen sollten. Es wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der das Ziel hat, bürgerschaftliches Engagement zu fördern.

Fotos und Interviews von Ehrenamtlichen wurden veröffentlicht. Eine breite Einwohnerschaft wurde mit der Botschaft erreicht ,dass Gemeinwohlarbeit ein wichtiger Faktor des Zusammenlebens ist und Würdigung erfährt. Leser fühlten sich angesprochen und äußerten dem Träger der Aktion gegenüber, dass dies ein guter Beginn ist, die Maßnahme aber zur Tradition werden muss. In Gremien wurde über Bedeutung des Ehrenamts, Ersatz für entkommunalisierte Sozialpolitik, Umgang mit Ehrungen diskutiert.

Es sind nur Vermutungen darüber möglich, ob wir unser Ziel, das bürgerschaftliche Engagement zu erhöhen, erreicht haben. Die Möglichkeiten zu Engagement sind nicht transparent und übersichtlich genug, so dass jeder sofort Zugriff auf Betätigungsfeld hätte. Engagement in freiwilligen Feldern der Kommune wird durch finanzielle Widrigkeiten gehemmt. Aufwand im Ehrenamt kann kaum entgolten werden.

Insgesamt war der Anfang gut und das Thema hoch aktuell. Aus den Erfahrungen dieses Beginns sollte für ein sich periodisch wiederholendes Ehrungsverfahren/Veranstaltung eine Verbesserung des Anspruchs und der Qualität verfolgt werden.