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Projekt: Bürgerschlichter

   
Bürgerschlichter
Projektbeschreibung
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Trägerinfo
Kurzbeschreibung:
Stärkung der Persönlichkeit und Erweiterung der sozialen Kompetenzen durch das Erlangen von Kenntnissen und Befähigungen der Mediationsfähigkeiten (Gesprächsführung, Kommunikationstraining und Streitschlichtung) sowie deren Anwendung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Zielgruppe:
BürgerInnen, PädagogInnen, TrainerInnen, VereinsmitarbeiterInnen der Stadt Sassnitz, die bereit sind, sich für das Gemeinwohl und vielfältige Zusammenleben in der Stadt Sassnitz zu engagieren

Ziel: .
Stärkung der Persönlichkeit und Erweiterung der sozialen Kompetenzen durch das Erlangen von Kenntnissen und Befähigungen der Mediationsfähigkeiten (Gesprächsführung, Kommunikationstraining und Streitschlichtung) sowie deren Anwendung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Begründung:
 PädagogInnen, TrainerInnen, VereinsmitarbeiterInnen arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen der Stadt Sassnitz in den Bereichen Kultur, Kundt und Sport. Ihnen begegnen unterschiedliche Meinungen, Auffassungen sowie unterschiedliche Potentiale, diese Positionen zu vertreten und zu reflektieren. Kinder und Jugendliche neigen zu ich-bezogenem Verhalten und Ausgrenzungen von Andersdenkenden. Oft gibt es nur Schwarz-Weiß, Gut und Schlecht. Kinder erfahren, wenn sie sich nicht für einen entscheiden, werden sie als deren Gegner angesehen. Die Position der Stärke ist oft ein Kriterium im Gruppenleben. Zudem begegnen ihnen Kinder und Jugendliche anderer Hautfarbe, Religionen  und Kulturen, Jugendliche mit Orientierungslosigkeit und extremistischen Gedankengut. Um sich mit diesen Problemen auseinandersetzen zu können, müssen sie geeignetes Rüstwerkzeug in die Hand bekommen. Und dieses kann nur von den BürgerInnen vermittelt werden, die mit den Kindern arbeiten und leben.
In dem Kurs sollen engagierte BürgerInnen die Möglichkeit erhalten, theoretische als auch praktische Grundlagen zum Thema Mediation zu erlernen, um dann möglichst als StreitschlichterInnen zu fungieren. Nach der Ausbildung werden die TeilnehmerInnen in der Lage sein, sich aktiv mit Konflikten in Gruppen auseinander zu setzen und das eigene Konfliktverhalten reflektieren zu können. Bei der Ausbildung handelt es sich um eine Grundlagenvermittlung.

Zeit:
18 Stunden mit 6 Zusammenkünften zu 3 Stunden / Woche
4 Seminartage mit 32 Stunden

Ausbildungsinhalte:

  • Wahrnehmung von Gefühlen und nonverbaler Kommunikation
  • Konfliktanalyse
  • Einfühlungsvermögen, Toleranz und Vorurteilsabbau
  • Durchsetzungsvermögen und Selbstbehauptung
  • Gesprächsführung
  • Aktives, reflektierendes Zuhören, Formulierung von Ich-Botschaften
  • Ablauf einer Streitschlichtung
  • Lösungsprozesse initiieren
  • Sammlung weiterer Bildungsinhalte für die zukünftige Ausbildung

Die Gruppenbildung und Beziehungsarbeit ist durchgängig wichtig und erhält zu Beginn großes Augenmerk.
Hohen Stellenwert besitzt die Evaluation des Kurses. Die TeilnehmerInnen sollen die Inhalte und die damit verbundenen persönliche Entwicklung (aber auch Nicht-Entwicklung) in Bezug auf die gestellten Ausbildungsziele regelmäßig reflektieren und gegebenenfalls den aktuellen und persönlichen Erfahrungen und Prozessen anpassen.
Mit Erhöhung der Konfliktfähigkeit bei den Kindern und Jugendlichen erhöht sich  die Demokratiefähigkeit. Aggressionspotentiale werden abgebaut Erfolgreiche Konfliktbewältigung fördert Schlüsselkompetenzen: Dieses wiederum fördern das vielfältige und bunte sowie friedliche Zusammenleben in der Stadt.
Anrechenbare Fakten für die erfolgreiche Nachhaltigkeit des Projektes zu geben, gestaltet sich immer schwierig. Ergebnisse präventiver Arbeit sind immer schwer zu beziffern und doch besitzt diese einen hohen Stellenwert, da die Anwendung allgemeingültiger Regeln, wie die Kultur des Streits, für das Miteinander in der Gesellschaft, für das Demokratie – und Toleranzdenken unabdingbar sind.
Bei erfolgreicher Durchführung des Kurses ist die Initiierung eines weiteren Kurses mit SchülerInnen geplant, um auch sie mit der Methode der Streitschlichtung  vertraut zu machen. So ist die Möglichkeit gegeben, Nachhaltigkeit bei den Kinder u. Jugendlichen  zu erzeugen, zumal in  der Grundschule „Ostseeblick“ ein Projekt mit Kinder durchführt werden soll, worauf sich die Vermittlung von Streitschlichterfähigkeiten nahtlos stützt.

Zum Abschluss gibt es eine öffentlichwirksame Veranstaltung mit Übergabe der Qualifikation.

Träger:
Kreisdiakonisches Werk Stralsund e.V.

Kontakt:
Kathrin Gloede    Tfn: 038392 67749
Mail: kathrin.gloede@kdw-hst.de

Laufzeit:
18.04.2008 - 31.12.2008